Am Samstag, den 17.09.11, präsentierte der Berliner Karate Verband im Sportforum Berlin den internationalen Banzai-Cup Open 2011. Ausgerichtet wird die Veranstaltung von Veysel Bugur vom SC Banzai Berlin e:V., der sich mit seinem Team um über 1000 Starter kümmern muss. Die Leistungsklasse und Junioren können sich aus diesem Grunde stets auf Wettkampfzeiten jenseits von 21.00 Uhr einstellen bzw. hoffen, dass sie nicht erst am Sonntag den Weg nach Hause antreten können. Diesmal waren jedoch schon Ansätze zu erkennen, die der Einhaltung des vorgestellten Terminplanes nahe kamen.
Die Kata und Kumitediziplinen wurden jeweils im KO – System mit Trostrunde bestritten. Das kostet zwar Zeit aber ist für die Sportler eine Möglichkeit, trotz verlorenem ersten Kampf, noch den dritten Platz zu erreichen und Unmengen von türkischer Pizza, Kuskus und Eierkuchen zu vertilgen.
Bei internationaler Konkurrenz aus über 20 Nationen, wie zB aus Belgien, Island, Dänemark, Polen, Niederlande, Russland, Ukraine, Aserbaidschan, Lettland, Weißrussland,Norwegen, Usbekistan, Italien, Iran, Schweiz, Türkei, Wales usw...konnte da leicht schon der ein oder andere Topkämpfer unserem Team vom Taika Geltow e.V. in der ersten Runde den Weg zum Podium versperren. Mit der internationalen Härte im Kumite kam das „Steven-Cotton-Fighting-Team“ gut zurecht und musste vom Betreuerstab Robert (oH) und Steven eher gezähmt werden.
Mit zwei dritten Plätzen „AJ Cotton (U8) und Ilija (U18) können wir zufrieden sein, obwohl in dem ein oder anderen Wettkampf auch der Sieg für unsere Kämpfer zu erreichen gewesen wäre und nur äußerst knapp verloren wurde. AJ Cotton, der einzige neben Kumite auch im Kata gemeldet, musste sich der starken Konkurrenz geschlagen geben. Im Kumite reichte seine Teilnahme dann aber zum dritten Platz und einem Pokal.
Julian und Leon in der U 12 bis 39 kg gehörten zu einem 24 Kämpfer umfassenden Starterfeld . Leon kämpfte wieder sehr beherzt, konnte aber dem einen Tick technisch besseren Gegner aus Russland nicht genügend Punkte abringen und verlor den Kampf.
Julian musste gegen einen Ukrainer antreten und gewann souverän mit 5:1. Der nächste Gegner aus Wales machte zunächst nicht den stärksten Eindruck, hatte aber einen derart eigenartigen Kampfstil, dass alle seine Gegner nicht einen Treffer landen konnten. Ebenfalls Julian, der zwar unentwegt auf seinen Gegner losging aber nicht Punkten konnte. 0:1 der Endstand und Julian raus aus dem Wettkampf. Einen coolen und an der „Schmerzgrenze“ teuren Kapuzenpulli konnte er trotzdem seinen Eltern abschwatzen.
Sein Schwesterchen Nina in der U 16 bis 54 kg verlor gegen eine norwegische Athletin mit 1:3. Bis 7 Sekunden vor Ablauf der Zeit hatte sie noch 1:0 geführt und dann den Sieg doch noch abgegeben müssen.
Der Kampf von Tarek in der U 16 bis 63 Kg und Daniyil U 16 bis 70 kg war eine Mischung aus Martiel Art und Karate. Beide wurden aufgrund „unwesentlicher“ Verwarnungen vorzeitig aus dem Kampf genommen. Wenn sie beim nächsten Turnier schaffen, den Arm bzw. das Bein irgendwann vor dem Körper des Gegners zum Halten zu bringen, gehen sie verdient als Sieger von der Kampffläche. Es ist halt manchmal nicht so einfach den Schwung raus zunehmen und auf die Bremse zu „treten“.
Daniyil durfte (Trostrunde) nochmal ran und war seinem starken Gegner aus der Ukraine ebenbürtig. Leider verlor Daniyil diesen Kampf knapp und konnte seine stärkste Waffe den Sokuto nicht anbringen. Auch die fordernden Fangesänge „Sokuto“ seiner Mitstreiter halfen dabei nicht. Zumindest hatte Daniyil auf die Angriffe seines Gegners, auch wenn der Punkt nicht unmittelbar an ihn ging, die geeignete Antwort parat.
Robert (mH) hat aufgrund seines fortschreitenden Alters das große Glück schon in der U 21 kämpfen zu können. Hier geht es dann schon richtig zur Sache und die Starter sind in der Regel auf Top Niveau, die einem das „Kämpferleben“ nicht leicht machen. Wenn man dann noch gegen einen Lokalmatador vom SC Banzai anzutreten hat, muss man mehr als die vorhandenen 100 Prozent abrufen. Robert (mH) wie immer bärenstark aber am heutigen Tage nicht in der Lage, dem SC Banzai die Erfolgsserie zu vermiesen.
Auch Ilija zeigte abermals hervorragende „Mawashis“ und musste sich dennoch einem flinken Norweger geschlagen geben. Am Ende reichte es für Platz drei. Die stärkste Leistung zeigte an diesem Abend Tobias und wurde dafür nicht belohnt. Auch wieder ein knapper Kampf, wo beide Kämpfer den Sieg verdient hätten.
Aus jeder Niederlage kann man auch wieder etwas lernen und daraus gestärkt hervorgehen. Die nächsten Wettkämpfe stehen bereits im Oktober 2011 an:
1.10. Erzgebirge – Cup in Olbenau
2.10. Top Fighter Junior Cup in Höchst im Odenwald
16.10. KVSA – Open in Halle
22.10. 3. Ranglistenturnier in Prenzlau
29.10. DM der Schüler in Lübeck
Der Taika Geltow e.V. bedankt sich bei den Veranstaltern des SC Banzai für den tollen Wettkampf und hofft gleichzeitig, dass die Startgelder im nächsten Jahr nicht noch teurer werden. Im im nächsten Jahr sind unsere „Jüngsten“ dann auch schon wieder einen Schritt weiter.