Obwohl das Jahr sich nur langsam dem Ende neigt und auch noch ein Pokalderby gegen Caputh III ansteht, ist es Zeit Bilanz zu ziehen nach einer turbulenten Hinrunde.
Letzte Saison das angestrebte Ziel Aufstieg leider knapp verpasst, wusste man vor dieser Saison nicht ganz, wo man stand. Wie so oft in den letzten Jahren hatte sich aufgrund personeller Veränderung das Gesicht des 6. Herrenteams grundlegend gewandelt. Aufgrund des altersbedingten Ausscheidens einiger Senioren und dem Wechsel diverser Spieler wurden die Reste der 6. und 7. Mannschaft zusammengelegt. Da alle Aktiven eine gute Rolle in der Einzelwertung ihrer jeweiligen Liga gespielten hatten, war Kapitän Fechner verhalten optimistisch, dass man oben mitmischen würde, ja vll sogar an der Tür zum Aufstieg klopfen könne. Obwohl anfänglich schwer abzuschätzen war wie stark die Liga sein würde, da die Absteiger Rehbrücke III und USV II ebenso wie der Aufsteiger Caputh I sehr schwer einzuschätzen waren, wollte man von Anfang an den Ton mit angeben. Gleichzeitig kam es zu einigen bedeutsamen Wechseln innerhalb der anderen Teams, sodass auch Lok II zu den möglichen Spitzenteams gezählt werden durfte.
Nach der Hinrunde hat sich die Prognose bewahrheitet. Man befindet sich in der Spitzgruppe in Reichweite der direkten Aufstiegsplätze mit eben jenen Teams, von welchen nur Rehbrücke ins Mittelfeld abgefallen ist. Die Randpotsdamer leiden ebenso wie alle anderen Spitzenteams mit Ausnahme von Caputh unter ständiger Ersatzgestellung. Leider konnten wir dies nur bedingt ausnutzen. Zwar konnte man USV zu Saisonbeginn daheim förmlich überrollen und zusätzlich von der Caputher Unkenntnis der Spielordnung zu Saisonbeginn profitieren, sodass ein verlorenes Heimspiel am Grünen Tisch noch in einen Sieg umgemünzt wurde, doch dann brach die Mannschaft unerklärlicherweise ein. Daniel Neuschäfer Rube, der in der RR noch dank toller Form den Aufstiegtraum lange am Leben hielt, war ebenso formschwankend wie die beiden Routiniers Bernd Kahlau und Lothar Malina, die oftmals sehr unglücklich agierten. So verspielte man binnen weniger Wochen die Herbstmeisterschaft gegen Teams aus der unteren Tabellenhälfte mit mittelmäßigen Leistungen. Als dann noch Mitkonkurrent Lok Potsdam in Geltow erstmalig in Bestbesetzung antreten konnte und dabei beide Punkte entführte, droht der Absturz ins Mittelmaß. Doch die Mannschaft zeigte Moral. Aufgrund des engen Terminkalenders der vorangegangen Wochen war unglücklicherweise das Training zu kurz gekommen, was insbesondere für die alten Hasen Kahlau und Malina essentiell für die Anpassung an das gestiegene Niveau der 2. Kreisliga ist und somit nachteilig war. Mit neuem Elan kniete man sich nochmals rein und konnte in den beiden letzten Spielen endlich wieder auch als Mannschaft mit Leistung glänzen und zwei überzeugende Siege einfahren. Nun gilt es die Form weiter zu steigern und über die Pause möglichst gut zu konservieren, um im neuen Jahr wieder voll durchzustarten.