Zum Beginn der Rückrunde konnte die Spieler von Geltow VI ein weiteres Erfolgserlebnis feiern.
Nachdem kurz vor Weihnachten die Sportfreunde von Caputh III im Pokal standesgemäß bezwungen werden konnten, hatte zwar über die Weihnachtstage der Trainingsbetrieb bei dem Einen oder Anderen etwas geruht, doch um so motivierter ging man an die sich bietende Herausforderung. Konnte man an heimischen Tischen noch ein deutliches 10:3 feiern, so war man trotzdem gewarnt, da mit USV Potsdam II der aktuelle Tabellenvierte wartete. Zwar waren diese durch die Rückrundenumstellung( Spitzenmann Spengler rückte in die 1. auf) vom Papier doch schwächer aufgestellt, hiervon war aber schon in den Eingangsdoppeln nichts zu merken. Obwohl Geltow zu den doppelstarken Teams gehört, wurden die Punkte geteilt. Und selbst in der 1. Einzelrunde konnte kein Vorsprung erspielt werden. Schlimmer noch im weiteren Spielverlauf geriet der letztlich verdiente 10:6 Sieg mehrere Male in höchste Gefahr und die beteiligten Spieler ließen ihre anfeuernden Teamkameraden an den Boxen abwechselnd Himmel und Hölle durchleben. Erster Lichtblick an diesem Abend war Routinier Kahlau. Nach für ihn enttäuschender Hinrunde hatte er selbstständig auf Noppen umgestellt um seinem Spiel mehr Würze zu verleihen. Den Spaß wiederentdeckt verließ er kein einziges Mal an diesem Abend den Tisch nur als 2. Sieger und hielt neben dem Käpt´n Fechner das Schiff auch in schwierigen Situationen im ruhigeren Fahrwasser. Sein tragisches Pendant an diesem Abend der andere Routinier im Team, Lothar Malina. Ebenfalls mit neuem Material, aber ohne wirkliches Training, zog er, mit zunehmender Spieldauer auch immer verunsicherter, leider immer den Kürzeren. Dabei hatte er in einem Herzschlagfinale den vorzeitigen Siegpunkt schon auf der Schlägerspitze. Mit bemerkenswertem Siegeswillen hatte er nämlich bereits 3 Matchbälle der gegnerischen Nummer 2 im 5. Satz entschärft, bevor bei eigenem Matchball wieder unglücklich ein knallharter Vorhandschuss des Gegners die Tischkante touchierte, wodurch der Faden leider riss und der Gegenüber sich im Anschluss mit einem regelwidrigen Noppenaufschlag aus der Hand entscheidend absetzen konnte zum letztlich knappen 13:11. Zum Zünglein an der Waage wurde demnach wieder einmal der Youngster im Teamm, Daniel Neuschäfer Rube. Allen Anwesenden bot er auch diesmal sein ganzes Repertoire, welches ähnlich vielfältig wie das Aprilwetter zu sein scheint. So war der unangenehm agierende Noppenspieler Bilke nur unter größter Kraftanstrengung in fünf nervenaufreibenden Sätzen zu bezwingen, was ein frühen Nackenschlag der Geltower in der 2. Einzelrunde verhinderte. In der 3. Einzelrunde langsam auf die Siegerstraße einbiegend und nun nach Punkten führend, drohte er aber nochmals den Wagen aus der Kurve in den Reifenstapel zu brettern. Nach äußerst schwachem Start hatte er sich gegen den kränkelnden Mosebach in den 5. Satz gerettet, wo sein Kontrahent ihm bis zum 4:7 aber förmlich zu enteilen drohte. Dank einer meisterhaften Auszeit konnte bei 8:7 die erlösende Führung verbucht werden, die bis zum glücklichen Ende bei 12:10 nicht mehr abgegeben wurde. Eine bemerkenswerte Energieleistung, der die höchste Anerkennung nicht nur aufgrund ihrer eminenten Bedeutung für den Spielverlauf gebührt. Bis zu den beiden nächsten schweren Aufgaben Anfang Februar gegen Planetal im Pokal und Tabellenführer Caputh in der Liga heißt es fleißig weiter am eigenen Spiel feilen und die verbliebenden Schwächen abstellen, damit man weiterhin die Tische als Sieger verlassen kann.