Das Spitzenspiel endete für die 6. Herren nach kuriosem Verlauf mit lachendem und weinendem Auge.
Für das Spitzenspiel der 2.KL zwischen dem ESV Lok II und den Mannen der 6. Herren hatten sich die Geltower viel vorgenommen. Nach der knappen Niederlage gegen Spitzenreiter Caputh hatte man fleißig trainiert und in der Zwischenzeit den Underdog von Preußen II standesgemäß mit 10:2 aus der heimischen Halle gefegt. Im richtungsweisenden Spiel wollte man nun die Weichen klar Richtung Sieg und Aufstieg stellen. Leider konnte man aufgrund der verspäteten Anreise des Routiniers Kahlau erst mit 45 min Verspätung anfangen. Die Gastgeber waren darüber informiert und scharrten dennoch mit den Hufen, wollte man doch noch möglichst viel vom anbrechenen Fußballabend mitbekommen. Ohne richtiges Einspielen von Kahlau ging eines der Doppel auch postwendend an die Gastgeber, am Nebentisch konnten aber Fechner/Neuschäfer-Rube den Fehlstart aus dem Hinspiel verhindern und rangen vor allem aufgrund einer tollen Leistung des Geltower 2ers das gegnerische Paradedoppel Blach/Pape nieder. Bereits im Doppel hat sich einer der Knackpunkte des heutigen Abends gezeigt, denn Spitzenmann Fechner agierte ungewohnt unsicher. Was dann in der ersten Einzelrunde folgte, darf man gemeinhin als Katastrophe bezeichnen. Während Neuschäfer Rube wieder ein Klasse spiel machte, aber leider etwas unglücklich verlor, konnten die beiden Routiniers Kahlau und Malina mit dem unbequemen Spiel ihres Gegenübers nichts anfangen und verloren folgerichtig beide sehr deutlich. Nun wäre es an der Zeit gewesen vom Käptain ein Lebenszeichen zu senden und seine Farben wie immer in dieser Saison zurück ins Spiel zu bringen. Doch irgendwie sollte ihm das nicht richtig gelingen. Zwar konnte er seinem Gegner auf 2:1 enteilen, doch war seine Unzufriedenheit über die eigenen Unsicherheiten nicht zu übersehen. Trotz unzähliger Netz und Kantenbälle seines Gegners schien er bei 8:6 im 4. Satz den Sack zumachen zu können. Jedoch sollte Fortuna weiterhin die rot-gelbe Loktracht tragen und so geschah das fast nicht mehr für möglich Gehaltene der Käptain verließ nach 43 erfolgreichen Schlachten das Feld erstmalig als Verlierer. Als dann zu allem Überfluss auch das 2. Einzel gegen Blach nach 2:11 im 1. Satz davonzuschwimmen drohte, versuchte sich Fechner nochmals reinzubeißen. Doch wogen die Enttäuschung über die 1. Niederlage der laufenden Saison schwer und auch der Ärger über das komplett neue Material wollte nicht verfliegen, da sich auch im Laufe des Spiels keine Sicherheit einzustellen vermochte. Weil er den zusätzlich hinzukommenden Frust über den total unzureichenden Boden im Olympischen Eissportpark zu Babelsberg ebenfalls nicht abschütteln konnte, folgte trotz einiger sehenswerter Ballwechsel gleich die nächste Niederlage für die Geltower 1. Da am Nebentisch trotz erneut gutem Spiel Neuschäfer Rube abermals unterlag, schienen bei 7:1 die Messen gelesen und der von den Gastgebern ersehnte Fußballabend nahe. Der völlig frustrierte Mannschaftsführer nahm schon kaum noch Anteil am Spiel, wechselte abermals für die möglichen letzten Einzel das Material und wollte eigentlich nur noch fliehen vom Ort seiner Schande. Doch was dann geschah, kann als mittlere Sensation gesehen werden, denn Geltow ging bei 8:6 in die finale Einzelrunde. Großen Anteil daran hatte der an diesem Abend wirklich gut aufgelegte Lothar Malina, der mit seinen beiden Siegen die Schwarz-Weißen nicht nur im Spiel hielt, sondern hoffentlich auch sein persönliches Tal der Tränen durchschritten hat. Da aber auch er das kluge Spiel des S. Blach an diesem Abend in der letzten Runde nicht überwinden konnte, verlor Geltow am Ende dennoch nach Siegen von Neuschäfer Rube und Fechner mit 10:8. Es bleibt zu bilanzieren, dass die in den letzten Spielen so starken Kahlau und Fechner mit ihren schwächeren Leistungen der Mannschaft den möglichen Punktgewinn gekostet haben und dennoch sollte man sich nicht grämen, hat man doch nur knapp und auf Augenhöhe gegen eine tolle Mannschaft von Lok verloren, weil eben die in den letzten Partien glücklosen Neuschäfer Rube und Malina heute in die Bresche sprangen und nicht nur eine tolle Vorstellung ihres Können zeigten, sondern das Debakel zu verhinderen wussten. Nun gilt es aus dem Staube aufzustehen, den Schmutz abzuklopfen und mit Zuversicht nächste Woche ins kommende Endspiel um den Aufstieg gegen Rehbrücke zu gehen.