Auf jeden Fall noch nicht jetzt und vermutlich auch nicht demnächst, muss der Kapitän nach der ersten Woche der Wahrheit bilanzieren. Wobei die Erkenntnis, in allen Mannschaftsteilen noch Luft nach Oben zu haben, dafür zumindest ein wenig entschädigt.
Nun aber Schritt für Schritt zum sportlichen Geschehen der Woche. Am Dienstag stand der lang erwartete Pokalknüller gegen die Gäste aus Planetal an. Diese befinden sich derzeit in der Spitzengruppe der 1. KL , wo Geltow VI irgendwann noch hin will. Da bekannt wurde, dass der Spitzenspieler der Gäste verhindert sein würde, rechnete man sich insgeheim schon eine kleine Chance auf einen Überraschungscoup aus. Und so sollte es auch eine enge und bis zum Schluss umkämpfte Partie über die volle Distanz werden. Den anwesenden Zuschauern wurde dabei gutklassiger Sport mit vielen interessanten Ballwechseln geboten von den anwesenden Akteuren. Die Geltower Farben wurden dabei von Bernd Kahlau, Daniel Neuschäfer Rube und dem Kapitän vertreten. Insbesondere dem Musiker Kahlau ist ein Kompliment zu machen, denn er entlockte seiner neuen, manchmal noch etwas bockigen Noppe ein ums andere Mal sehr interessante Melodien und ganz neue Töne, die unsere Gäste 2 mal schier zur Verzweifelung trieben. Käptain Fechner als Rückhalt des Teams erfüllte seine 3 Aufgaben anstandslos und versprühte erstmalig seit Monaten gegen den ebenfalls benoppten Spitzenmann aus Planetal T. Wernicke Spielwitz und spielerische Klasse. Den Schlusspunkt zum unerwarteten 6:4 Heimsieg und dem damit verbundenen Einzug ins Pokalviertelfinale sicherte der Youngster Neuschäfer Rube mit einem glanzlosen Pflichtsieg über die an diesem Abend etwas konsterniert wirkende 3 der Gäste D. Dommnick.
Den Elan aus dem Pokalspiel wollte man unbedingt in das Ligaspitzenspiel am Freitag mitnehmen. Dies gelang leider nur bedingt, da man sich ähnlich wie im Hinspiel nicht entscheidend absetzen konnte, sodass es wieder einmal eine hochdramatische Partie bis zum Ende werden sollte. Lothar Malina konnte seine Glanztat aus dem Hinspiel, wo er dem Gegner 3 empfindliche Einzelniederlagen zugefügt hatte, nicht wiederholen und ging, obwohl er alle 4 Partien stets offen und spannend gestalten konnte, stets als 2. Sieger vom Tisch. Kopf hoch Lothar, du wirst den Knoten schon bald zu durchtrennen wissen. Die beiden anderen Sportfreunde Kahlau und Neuschäfer Rube wollten dagegen Wiedergutmachung betreiben, verschuldeten sie mit 0 Punkten doch beide im Hinspiel die empfindliche Heimniederlage. Und obwohl Kahlaus Spiel an diesem Abend von einigen dysharmonischen Klängen durchzogen war, gelang es ihm 2 wichtige Punkte jeweils im 5. Satz zu erkämpfen. Ein 3. Versuch scheiterte an der Nervenstärke seines Gegenübers. Dem abgebrühten Spiel der Caputher Nummer 1 war an diesem Abend noch nicht beizukommen und trotzdem hat die Noppe wieder ihre Zähne gezeigt. Weiter so Bernd. Da der Käptain, ausgenommen vom letzten Einzel, wieder sehr routiniert agierte, hat der Youngster wieder alle Verantwortung über Ruhm,Ehre und Punkte auf dem Schläger. Schon im 1. Einzel gegen den bisher erst 2 mal geschlagen gegnerischen Spitzmann konnte man sehen, dass er förmlich brannte. So konnte er ihn in den ersten beiden Sätzen auch förmlich überrennen, bevor er abermals passierte. Die Leichtigkeit war weg und es legte sich ein Schatten über sein Spiel. Der Arm wurde schwerer und schwerer, das Zielwasser schwand. Unter der Last zunehmend ächzend verlor er nicht nur dieses Spiel in äußerst engen 5 Sätzen, sondern unterlag im Anschluss auch gleich in einem weiteren Duell. Als er dann auch noch diverse Matchbälle der Nummer der Gastgeber Grunow abzuwehren hatte, wollte er dieses Spiel nochmal drehen, schien die vorzeitige Entscheidung zu nahen. Doch fulminat wehrte Neuschäfer Rube insgesamt 5 Matchbälle ab um dann im 5 Satz alle Dämme beim Gegenüber brechen zu lassen. Das Unentschieden in der letzten Einzelrunde hatte er also immernoch in seinen Händen beim Stande von 8:9. Sein Gegner war kein Unbekannter, wechselte doch Sportfreund Ritter erst kurz vor Saisonbeginn überraschend nach Caputh und wurde so vom Mannschaftskamerad zum "Gegner". Während er alle bisherigen Vergleich immer verlor, sollte nun endlich der erste Sieg gegen das unbequeme Schupfspiel gelingen. neuschäfer Rube bemühte sich. Er ackerte und kämpfte. Ließ sich auch in schwierigen Situation nicht hängen und wurde schlussendlich belohnt - mit einer weiteren Erfahrung. Denn nicht nur das Einzel ging mit 3:0 an die Gastgeber, sondern auch das gesamte Spiel mit 10:8. Schade, denn es war definitiv mehr drin. Jetzt gilt es Kräfte zu sammeln für die nächsten anstehenden schweren Aufgaben.